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Lake Tahoe

Lake Tahoe

Lake Tahoe liegt auf 1900 Meter Höhe auf der Grenze zwischen Nevada und California in der Sierra Nevada. Von Reno, Nevada ist man in weniger als einer Stunde am See. Er ist der größte Alpine See in Nordamerika und mit 150 km³ Volumen kommt er direkt nach den fünf großen Seen. 1960 fanden im Squaw Valley Resort (heute Palisades Tahoe), nur ein paar Autominuten vom See entfernt, die olympischen Winterspiele statt. Ende März sollte die Ski-Saison hier eigentlich noch in vollem Gang sein. Dieses Jahr hat sich aber eine Hitzewelle eingeschlichen und es laufen nur noch die hochgelegenen Skilifte.

Die Region steckt in einem Limbo, wo der Schnee auf den meisten Wegen zu schlecht ist, um anständig Ski zu fahren oder mit Schneeschuhen zu wandern. Auf der anderen Seite sind die Campingplätze, Parkplätze und Strände vom USFS (US Forest Service) noch nicht geöffnet. Wir sind eigentlich ganz froh, dass wir wegen des warmen Wetters den Abstecher zum Lake Tahoe überhaupt machen können. Wenn hier noch viel Schnee liegen würde, hätten wir die Fahrt nicht gemacht.

Lake

Wandern – Boca Hill

Von Reno kommend machen wir am Boca Hill einen Stopp für eine kleine Wanderung. Der Stausee ist nicht so gut gefüllt, wie ich es nach einer Schneeschmelze erwarten würde. Der Hügel ist komplett schneefrei und die Pfade nur an einigen Stellen matschig. Wir wandern über eine Mischung aus Fuß- und OHV-Wegen (Off-Highway Vehicles). OHV sind vor allem Cross-Motorräder, Quads oder diese Mischung aus Sand-Buggy und Off-Road Golfcart. Die Saison für dieses Freizeitvergnügen startet aber erst später im Jahr, sodass wir ungestört vom Gipfel das Bergpanorama genießen können, das sich vor uns ausbreitet. Den Lake Tahoe kann man von hier aus nicht sehen – das ist aber vermutlich auch der Grund, warum hier nicht viel los ist und es entspannt und ruhig ist. Wäre auch eine schöne Möglichkeit zum Laufen. Dafür haben wir uns aber eine Strecke direkt am See rausgesucht.

Boca

Laufen

Wir haben es mal wieder geschafft, am Wochenende in einer Touristenregion zu sein. Zusammen mit dem herrlichen Wetter und einem nahenden Temperaturesturz in der kommenden Woche ist der See das Ausflugsziel Nummer eins. Obwohl wir schon extra früh losfahren, kriegen wir am Vikingsholm nur durch Zufall einen Parkplatz, weil gerade eine Lücke frei wird. Der Trick hier ist, nicht auf dem Parkplatz vom State Park zu parken, sondern auf dem kostenlosen Parkplatz an der Straße oder dem USFS-Parkplatz an den Wasserfällen (nur im Sommer geöffnet). Wir laufen den Rubicon Trail und merken dabei ziemlich deutlich, dass wir auf 2000 Meter sind und nicht mehr am Pazifik. Von der Badequalität ist der Lake Tahoe dem Pazifik allerdings vorzuziehen – auch wenn er keinesfalls wärmer ist.

Laufen

Entspannung

Wir haben noch einen Tag, bevor das Wetter umschlägt und wir den Berg hinuntermüssen. Der Plan war, einen Parkplatz an einem der Bergseen zu finden und dann noch ein bisschen spazieren zu gehen. Beides funktioniert nur so semi. Viele der Parkplätze sind geschlossen und die Wanderwege sind noch verschneit. Aber ein bisschen durch den Schnee wandern ist auch ganz nett.

Entspannen

Tourismus

Der Tourismus ist offensichtlich eine der Einnahmequellen am See. Die schneesicheren Gebiete sind eine sichere Bank fürs Skifahren. Im Sommer kann man im See Baden, Paddeln oder auf gut ausgebauten Fahrradwegen an ihm entlangfahren. Wandern kann man hier ohnehin überall ziemlich gut. Wie in jedem Touristengebiet kann man hier aber auch richtig Geld lassen. Die erschwinglichen USFS-Campingplätze sind im Winter alle geschlossen, und die privaten, die das ganze Jahr offenhaben, nehmen Preise von $80 und aufwärts pro Nacht. Wir haben Glück und dürfen bei einem Boondockers Welcome auf dem Grundstück stehen und finden auch in der zweiten Nacht einen akzeptablen Übernachtungsplatz.