Campeche
- Kirsten
- August 13, 2026
- natur
Wir wollen nicht zu lange in der Hitze unterwegs sein und mittlerweile ist auch unsere Klimaanlage in Yucatán angekommen. So machen wir einige Kilometer und kommen am späten Nachmittag am Golf von Mexiko an.
Grupo Ecologista Quelonios
Die Strände um Punta Xen sind als Nistplätze für Meeresschildkröten bekannt. Momentan schlüpfen die Schildkröten, die vor einigen Wochen von ihren Müttern in den Sand vergraben wurden. Bei der Station der Grupo Ecologista Quelonios kann man auch übernachten. Wir fahren direkt rein in ein Gewitter, und es regnet in Strömen, als wir ankommen. Wir haben mal wieder mehr Glück als Planung, und das Gewitter zieht raus aufs Meer. Dafür kommt nun eine Gruppe Mexikanerinnen, um sich die Station anzuschauen. So werden wir einfach direkt in die Gruppe integriert und kriegen eine kleine Führung. Erst zu den Gelegen, die die Mitarbeiter der Station vor einigen Wochen in einen umzäunten Abschnitt verlegt haben. Die nächste Station ist eine Hütte mit einer großen Wanne, in der die in der Nacht zuvor geschlüpften Schildkröten den Tag verbracht haben. Keine Stunde nach unserer Ankunft stehen wir mit den anderen in der Brandung und setzen eben diese Schildkröten im Meer aus. Der Himmel wird von den Blitzen des Gewitters weit draußen erleuchtet, und am Strand leuchten kleine Punkte im Wasser: Phytoplankton. Das hätten wir heute wirklich nicht erwartet. Am nächsten Morgen wachen wir unter einem strahlend blauen Himmel auf, mit einem Blick auf Sand, Palmen und das Meer.
San Francisco de Campeche
Etwas weiter nördlich entlang der Küstenstraße 180 liegt San Francisco de Campeche. Direkt am Golf gelegen und mit einer pittoresken Innenstadt, die von einer Mauer eingerahmt ist, ist der koloniale Einfluss der Spanier hier deutlich zu sehen. Vom Malecón bis zur anderen Seite der Stadtmauer ist es eine hübsche Touristenstadt. Ich springe am Nachmittag in das 50-Meter-Becken des Sportparks der direkt am Malecon steht. Es ist ein überdachtes Freibad, und hier ziehen Erwachsene und Kinder ihre Bahnen. Am Abend schlendern wir noch durch die Innenstadt und schauen beim El Ángel Maya am Malecón zu, wie die Sonne im Meer untergeht. Das Wetter ist heiß, und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Es ist wieder nicht daran zu denken, tagsüber Laufen zu gehen, und so starten wir am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang zu einer Runde am Malecón entlang. Wie zu erwarten war, ist ganz schön viel los um 6 Uhr früh, und mir ist trotz der Uhrzeit viel zu heiß.