Ontario

Lassen Volcanic National Park

Lassen Volcanic National Park

Lassen Volcanic National Park ist einer der kleineren Parks. Er liegt zwischen Redding und Susanville im Nordosten Kaliforniens. Das Visitor Center liegt auf einer Höhe von 2050 Metern. Die Straße zwischen den beiden Zufahrten zum Nationalpark ist im Winter gesperrt. Sie wird nicht geräumt und ist zum Schneeschuhwandern und Skifahren freigegeben.
Man sollte auf alle Fälle auf der Webseite des Nationalparks nachschauen, welche Trails gerade offen sind, egal ob im Sommer oder im Winter. 2021 hat das Dixie Fire, der größte Waldbrand in der kalifornischen Geschichte, große Teile des Parks zerstört. In diesen Gebieten sind manche Trails immer noch gesperrt oder werden hin und wieder gesperrt, um Waldarbeiten durchzuführen. Die Vegetationszeiten sind hier wohl recht kurz. In den abgebrannten Gebieten ist noch nicht viel nachgewachsen.

Lassen

Der Winter scheint dieses Jahr entweder früh zu enden oder eine Pause einzulegen. Überall taut der Schnee, und die Südhänge sind fast komplett schneefrei. Normalerweise wäre hier noch alles von einer etwa einen Meter dicken, weißen Schneedecke bedeckt. Die Parkverwaltung hat aber noch nicht damit begonnen, die Straße frei zu räumen, zumindest nicht vom Visitor Center im Südosten aus. Wenn sie damit beginnen, wird die Straße Stück für Stück für Fahrradfahrer freigegeben. Wir stecken also etwas zwischen den Jahreszeiten. Das Visitor Center hat auch nur donnerstags bis samstags geöffnet. Schneeschuhe haben wir keine, also müssen wir uns zu Fuß auf den Weg machen. Bei 15 °C und Sonnenschein stapfen wir durch den Schnee. An einigen Stellen ist die Straße auch schon wieder aufgetaut. Circa 1,4 Kilometer vom Parkplatz entfernt liegen die Schwefelquellen. Der Park heißt nicht umsonst Lassen Volcanic. Lassen Peak ist der Lava-Dom eines Vulkans, der das letzte Mal 1917 aktiv war. Auf geologischer Zeitskala ist das ungefähr die Zeit seit dem Anfang dieses Absatzes. Er gehört zur gleichen Vulkankette wie der berühmtere Mount St. Helens im Bundesstaat Washington. Es gibt hier immer noch geothermische Aktivität, und aus mehreren Löchern und Spalten blubbert heiße Flüssigkeit aus dem Berg. Sie stinkt bestialisch nach Schwefel und ist auch nicht besonders schön anzusehen. Das Farbenspiel des Schwefels kann man besser an den Felswänden sehen, wo leuchtend gelb-grüne Flecken das Grau auflockern.

Schwefel

Wir folgen der Straße noch weiter bis zum Aussichtspunkt unterhalb des Diamond Peak. Von hier aus hat man auch einen direkten Blick auf Lassen Peak. Bevor hier die nächste Schneepassage beginnt, drehen wir um. Wir hätten uns einen Schlitten mitnehmen sollen, dann könnten wir jetzt die Straße herunterrodeln.

Am Visitor Center gibt es auch einen Campingplatz. Im Winter darf man auch auf dem Parkplatz für 10$ pro Nacht stehen. Das ist uns das Bergpanorama allemal wert. Als wir zum Parkplatz herunterkommen, entdecken wir ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen. Christin und Dominique sind seit Oktober des letzten Jahres in Nordamerika unterwegs und waren vorher schon in Europa auf Tour. Die beiden sind medial schon in den 2020ern angekommen und bespielen TikTok, Instagram und YouTube. Das wäre uns zu stressig. Wir entspannen uns am Abend und genießen am nächsten Morgen beim Frühstück das Bergpanorama.

Panorama