Stecke

San Francisco

Wir stecken ja ein bisschen in San Francisco fest bis die Ersatzteile ankommen. Dabei haben wir festgestellt, dass man erstaunlich gut in San Francisco laufen gehen kann.

Golden Gate Bridge

Es ist laut, die Luft ist schlecht und der Untergrund stahlhart. Eigentlich nicht sehr einladend, aber so können wir sagen, dass wir über die Golden Gate Bridge gelaufen sind. Vielleicht wird es besser, wenn sich die E-Autos komplett durchgesetzt haben. Wir sind auf der Brücke aber in guter Gesellschaft, das scheint eine beliebte Laufstrecke zu sein.

Wichtig zu wissen, man muss immer auf der Bay Seite der Brücke laufen. Die Seite zum Pazifik ist Fahrrädern vorbehalten. Man muss also auf derselben Seite hin und zurück oder sich von einem der Robotertaxis zurückfahren lassen.

Wir sind am Parkplatz des Aussichtspunkts auf der Nordseite gestartet. Hier kann man übrigens auch super mit dem Camper über Nacht stehen, am Wochenende ist es ein bisschen laut. Von da ging es direkt über die 2,7 Kilometer lange Brücke. Auf der anderen Seite kann man einmal unter der Brücke durchfädeln und dann einfach ein Stück an der Steilküste des Pazifiks entlanglaufen und dabei Bunker zählen. Hier reiht sich nämlich einer an den nächsten.

Wir laufen eine Schleife, einmal runter zum Strand und dann viele Treppen wieder rauf und zurück über die Brücke. Diese Strecke gewinnt keinen Schönheitspreis, sondern ist mehr etwas für die Hat-man-mal-gemacht Liste. 9,63 Kilometer, 320 Höhenmeter, weniger wenn man nicht zum Strand runterläuft, in 1 Stunde 10 Minuten inklusive Fotopausen.

GoldenGate

Presidio

Das ehemalige Militärgelände gehört heute zur Golden Gate National Recreation Area. Es ist von Wanderwegen durchzogen. So bauen wir uns eine 15,5 Kilometer lange Strecke zusammen. Von unserer Basis am Fort Point geht es zunächst am Wasser entlang zum Crissy Field East Beach und dann hoch Richtung Presidio. Über die Lovers Lane, vorbei am Wood Line Kunstwerk, geht es an das südöstliche Ende des Geländes. Von da aus laufen wir durch schöne Waldstücke um den Golfplatz herum und mitten hindurch. Im Südwesten des Parks liegt Lobos Creek. Hier geht es über einen Boardwalk und einen immer schmaler werdenden Pfad hinunter bis an den Strand. Nachdem man sich wieder aus dem Sand gekämpft hat, geht es immer an den Bunkern entlang hoch zum Fuß der Golden Gate Bridge. Hier quält man sich ein wenig den Berg hinauf, aber ein Blick nach links auf den Pazifik entschädigt sofort. Jetzt muss man nur noch einmal unter der Brücke hindurch und dann die Treppe hinunter ans Wasser. Bevor man in die Bay fällt, links abbiegen und wir stehen wieder vor dem Panda. Die Strecke hat eine Mischung aus Asphalt und Waldwegen. Am Lobos Creek finden wir sogar ein paar sandige Singletrails. Fazit: 15,5 Kilometer, 280 Höhenmeter in 1 Stunde 46 Minuten. Das Fotografieren und Verlaufen hat mal wieder Zeit gekostet.

Hier kann man schönes Laufen mit ein bisschen Sightseeing verbinden. Wenn man sich an die Hauptwege hält, muss man auch nicht zu viel navigieren und kann sich an den Schildern orientieren.

Presidio

Sunnyvale ParkRun

Wie erwähnt haben wir ja ein paar Ersatzteile von DHL abgeholt. Direkt nebenan gab es noch einen Sports Basement mit einem beeindruckenden Laufschuhsortiment. Im Ausverkauf haben wir dann beide zugeschlagen und neue Laufschuhe gekauft.

Nach Monaten schaffen wir es mal wieder zu einem ParkRun. In der Glitzerwelt des Silicon Valley, wo sich futuristische Bürogebäude von Google, Apple und Nvidia aneinanderreihen, findet der ParkRun zwischen einer ehemaligen Müllhalde und einem Klärwerk statt. Wir sind ja zum Laufen hier und nicht zum Sightseeing und wir sind nicht die Einzigen. 165 Leute haben heute Morgen Spaß am Laufen.

Es wird nicht unser schnellster ParkRun, 23:22, aber es macht Spaß und im Ziel gibt es anlässlich des St Patricks Day Guinness-Schokokuchen mit grünem Glitzer.

Sunny

Golden Gate Park

Das war mehr ein Zufallstreffer. Nach dem ParkRun in Sunnyvale wollen wir eigentlich noch einmal schwimmen gehen. Wegen der St Patricks Day Parade gab es aber ein Verkehrschaos und wir wollten nicht mitten in die Stadt fahren.

Also warum nicht am Pazifik entlang fahren. Auf der Karte springt einem dann der Golden Gate Park zwangsläufig ins Auge. Über 800 Meter breit und 5 Kilometer lang bildet er ein grünes Rechteck mitten in der Stadt. Auf einer Größe von 4,1 Quadratkilometern beherbergt er viel Kunst, einige Museen, einen japanischen Teegarten, eine Bisonherde und viele viele Kilometer Fuß und Fahrradwege. Am Wochenende ist er unglaublich beliebt und rappelvoll.

Wir entscheiden uns einfach, noch einmal laufen zu gehen. Eine große Runde durch den Park, inklusive Insel mit einem Berg, bringt uns auf 12,5 Kilometer mit 150 Höhenmetern. Der Untergrund ist eine Mischung aus Asphalt, Schotter und Waldwegen.

Unterwegs gilt es, die Augen offen zu halten. Überall gibt es etwas zu entdecken. Goethe und Schiller auf ihrem Sockel sind für uns vor allem witzig, eine Kopie der Statue aus Weimar. Die Skulpturenreihe mit dem Hund und dem Hasen verstehen wir nicht ganz und mein Favorit ist der seifenblasenspuckende Wasserdrache. Die völlig lebendigen Bisons überraschen uns dann und an der holländischen Windmühle kommen wir auch noch vorbei.

Diesen Park würde ich jedem ans Herz legen. Egal ob man einen Abstecher ins Museum machen möchte, ein bisschen Fahrrad fahren oder laufen will oder einfach mit einem Buch von Parkbank zu Parkbank schlendern möchte. Hier findet jeder etwas.

Park

Duschen

Wir haben angefangen, zwischen drei Parkplätzen in San Francisco zu pendeln. Tagsüber standen wir mehrfach am Crissy Field East Beach, von dem man aus direkt in die Bay springen oder mit dem Fahrrad die Stadt erkunden kann. Dort gibt es theoretisch auch eine kalte Außendusche, die im März 2026 allerdings kaputt ist.

Die andere Option für den Tag ist der Parkplatz am Fort Point direkt am Fuß der Golden Gate Bridge. Hier ist ein beliebter Surfspot. Vermutlich deshalb gibt es auf der Rückseite des Toilettengebäudes eine Außendusche. Die ist kalt, aber windgeschützt und auch blickgeschützter als die am East Beach. Badeklamotten sind trotzdem angebracht und wenn überhaupt, dann biologisch unbedenkliches Shampoo.

Um den groben Schmutz und Schweiß nach dem Laufen abzuwaschen, reicht es allemal.